Innere Sicherheit und neue Informations- und Kommunikationstechnologien

Bibliographische Angaben

Abbildung des Buchumschlags zu Innere Sicherheit und neue Informations- und Kommunikationstechnologie Stephan Heinrich
Innere Sicherheit und neue Informations- und Kommunikationstechnologien. Veränderungen des Politikfeldes zwischen institutionellen Faktoren, Akteursorientierungen und technologischen Entwicklungen, Berlin: LIT-Verlag 2007, 496 S.
ISBN 978-3-8258-0430-5



Kurzbeschreibung

Die Technisierung der Polizeien steht im Spannungsfeld zwischen der Utopie verbesserter Kriminalitätsbekämpfung und -verminderung sowie entgegengesetzt dem Bedrohungsbild allmächtiger Sicherheitsorganisationen. Die dabei ablaufenden Prozesse und ihre Akteure ebenso wie der Einfluss kriminalpolitischer Programme wurden bislang nur lückenhaft dokumentiert und untersucht. Mit neuen technischen Potenzialen führt die Informatisierung zur Entstehung eines umfassenden sozio-technischen Sicherheitssystems, das sich zunehmend der Steuerung und Kontrolle durch verwaltungsexterne und -interne Akteure entzieht.

Aus dem Geleitwort von Hans-Jürgen Lange

"[Die Publikation] setzt sich zum Ziel, einen Teilbereich des Forschungsfeldes Innere Sicherheit aufzuarbeiten, der bislang kaum systematisch, und schon gar nicht politikwissenschaftlich untersucht worden ist. Es geht um die Frage, wie sich bestimmte Technikanwendungen innerhalb des Sicherheitsbereichs, vor allem in der Polizei, durchsetzen. Die Studie legt den Ansatz der Politikfeldanalyse zugrunde, um nach den Strukturen, in denen sich die Technikanwendungen vollziehen, den Prozessen, die darauf Einfluss nehmen, und den Inhalten zu fragen, mit denen bestimmte Akteure ihre Zielsetzungen einbringen und durchzusetzen versuchen. Der Autor stellt also bewusst nicht die Frage, welche Wirkungen gehen von dieser Technik in der Gesellschaft aus, sondern fragt viel grundlegender, warum setzen sich welche Techniken mit welchen Entscheidungsgründen in der Polizei durch?

Die Arbeit beschreibt sehr dicht die konkreten empirischen Beobachtungen, analysiert die Prozesse der Einführung von Technik und arbeitet den inkrementalen Charakter und die oftmals nicht-intendierten Wirkungen kompetent und anschaulich heraus.

Der Autor hat ein insgesamt weitgehend unbearbeitetes Feld, welches für die Politikwissenschaft nahezu noch gar nicht erschlossen ist, nicht nur einer eingehenden Analyse zugänglich gemacht, dabei alle schwierigen und sensiblen Hürden des Feldzugangs überwunden (und dies wohlgemerkt in einer forschungsadäquaten fairen Zusammenarbeit mit den Untersuchten - eben nicht konspirativ und investigativ), sondern zugleich eine originäre politikwissenschaftliche Analysehaltung entwickelt. Die Arbeit führt eine beeindruckende Vielfalt an Dokumenten, Materialien sowie Ergebnissen der Experteninterviews zusammen, wie sie in dieser Form bislang noch nicht vorgelegt worden sind. Der Autor verwendet dabei konsequent einen mikropolitischen und institutionentheoretischen Zugang und legt bei all dem durchgängig theoriegeleitet die Politikfeldanalyse zugrunde. Dem Leser eröffnet sich hier die Möglichkeit, einen gleichermaßen tiefen wie spannenden Einblick in polizeiliche Entscheidungsverläufe zu erlangen."

Download

Inhaltsverzeichnis und einführendes Kapitel [PDF]

Kaufen

Direktbestellung beim Verlag (externer Link)